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 | Pořady z cyklu "Agadir uvádí..." jsou konány za finanční podpory statutárního města Brna |
© 2004-2009 Ing. Ondřej Fuciman, Ph.D.
Zutritte insgesamt: 964679 Zutritte heute: 639
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 | GESCHICHTE
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| Die Gründung des Theaters Agadir | | Das Musik- und Poesietheater entstand im Jahr 1965 als studentisches Theater an der sog. SVVŠ (Allgemeine Bildungsschule) in Valašské Klobouky, seit dem Jahr 1968 trägt die Schule den Namen Gymnasium. Die Gründerin und Kunstchefin des Ensembles ist eine Tschechischprofessorin Milena Fucimanová. | | | | Mitglieder des Theaters Agadir in Valašské Klobouky | | Das Ensemble bestand aus den StudentInnen aller Jahrgänge der genannten Schule. Am Anfang schlossen sich ihm die Studienanfänger an, sie harrten bis zum Abitur aus und bildeten ein stabiles und gut synchronisiertes Kollektiv. Zu ihnen gehören Marie Švachová, Manon Horáková, Jana Nedavašková, Otakar Bedroš, Gregor Tögel, Jaroslav Maryáš, Antonín Pecha und Emil Potůček. Im Laufe der Zeit kamen neue Interessenten hinzu, einige arbeiteten ein Jahr lang, andere für die ganze Studienzeit, also vier Jahre. Zu den Hartgesottenen gehören Eliška Lysáčková, Štefan Kvasnička, Miroslava Trllová, Leona Strnadová, Jolana Kubrychtová, Lubomíra Fojtů, Bronislava Minaříková, Emil Záhumenský (Klavier), Eva Kamenčáková, Antonín Gargulák, Marie Chuchmová, Irena Fucimanová, Alexandra Viktorinová, Hana Zouharová, Lenka Fojtíková, Leo Überall (Geige), Jana Kozubíková, Ivan Susedík, Jiří Šebák (Geige), Miroslav Bžatek, Eva Kamenčáková, Cyril Hořinka, Liběna Pořízková, Václav Zvoníček, Vilém Zvoníček, Robert Soška, Ivana Burianová, Libuše Stejskalová (Gesang), Přemysl Knapp, Eva Fucimanová, Petr Maňas, Miroslava Orlová, Eva Stupková, Jan Chuchma, Kristýna Zvoníčková, Ondřej Fuciman, Peter Múdry, Roman Červeňan, Blanka Pechancová, Eva Tkadlecová (Ausdruckstanz) und weitere. | | | | Repertoire des Agadir-Theaters |
| 1965 - 1975 | | Im ersten Jahrzehnt seiner Tätigkeit bildeten die literarischen Zonen zeitgenössischer Dichter das Hauptrepertoire des Agadir-Theaters, ab 1968 stellt sich das Theater als ein Autorentheater vor. Bereits im ersten Jahr nach seiner Gründung, im Jahr 1966, gewann das Ensemble einen Bezirkswettbewerb und rückte in den Kreisdurchgang in Brünn vor, und zwar mit der Montage des Poems Agadir vom schwedischen Autor Artur Lundvist und der Ausschnitte aus Romain Rollands Novelle Pierre und Luce. Diesem Umstand hat das Studentenensemble ebenfalls den Namen zu verdanken, den es bis heute trägt. |  | | Jedes Jahr bereitete das Theater Agadir eine Reihe von literarischen Zonen vor, mit denen das Ensemble vor der Öffentlichkeit sowohl in Valašské Klobouky (in der örtlichen Bibliothek, im Kulturhaus, in den Räumlichkeiten des Museums von Valašské Klobouky und im Pionier- und Jugendhaus) als auch im damaligen ... auftrat. Gottwaldov (heute Zlín) in verschiedenen Wettbewerben, in Kreiswettbewerben in Brünn und regelmäßig jedes Jahr auch im befreundeten Gymnasium in Púchov (Slowakei). | | Zu den erfolgreichsten Vorstellungen gehörte der Hamlet von Vladimír Holan, weiter die Romanze für das Flügelhorn von František Hrubín, die Montage des Romans Der silberne Wind von Fráňa Šrámek, Die Verwandlung von František Hrubín und der zweite Gesang von Máchas Mai. In diesen literarischen Zonen macht sich noch das traditionelle Vortrageverfahren geltend - der Soloauftritt alterniert mit einem Rezitationsduo oder -trio, das alles durchsetzt auch mit Choreinzügen. Ein Charakteristikum dieser Zonen ist auch die Choreographie, die durchdachten Schritt-Variationen und solch eine Umstellung der Mitwirkenden, dass die Bewegung auf der Bühne dem Ganzen eine endgültige Form gibt. In diesen literarischen Montagen machte sich ... noch nicht geltend Musikkomponente, die wurde eigentlich durch die Chor-Rezitation ersetzt. | | Ende der siebziger Jahre und dann noch einmal in der Hälfte der Achtziger (1985) wurde das Repertoire des Theaters um Prosatexte erweitert, welche als dramatische Miniaturen aufgefasst wurden. In den siebziger Jahren handelte es sich um vier kurze Feuilletons von Jan Neruda aus dem Buch Die spiellustigen und reißenden Possen, in den achtziger Jahren studierte das Ensemble fünf Apokryphen aus seinem Buch der Apokryphen ein. |
| Nur zweimal in dieser Schaffensperiode wurde die Vorstellung durch Musik bedingt, damals durch die reproduzierte Musik. In beiden Fällen kam es zu einem Versagen, genauer gesagt - zu einem Fiasko. Das erste Versagen, welche für die Ensemble-Leiterin leider ein unseliges Nachspiel hatte, betraf den Vortrag des Gedichtes Mai von Mácha. Der Marsch zum Richtplatz von Berlioz sollte eine suggestive Atmosphäre schaffen, aufgenommen auf einer Kassette. Bei der Produktion kam es zu einer technischen Panne, und aus den Lautsprechern ertönten die G-Gespräche von Horníček. Diese unverschuldete und keineswegs beneidenswerte Situation wurde als politische Provokation beurteilt, und es drohte dem Theater, dass es für eine Zeitlang vor der Öffentlichkeit nicht auftreten dürfen würde. Das zweite Versagen passierte bei der szenischen Aufführung von Nerudas Feuilletons. Auch hier spielte die reproduzierte Musik eine gewisse Rolle - diesmal ging es um Luisas und Bettys Polka von Bedřich Smetana, bei der die ausgewählten Ensemble-Mitglieder die Polka tanzen sollten. Der Kassettenspieler wurde durch einen Plattenspieler ersetzt, doch die Platte ging entzwei und kein Tanz fand statt. |
| 1975 - 1992 | | Seit dem Jahr 1968 präsentiert sich das Theater als ein Autorentheater - mit Texten von Milena Fucimanová. Die Musikbegleitung wird nach unseligen Erfahrungen mit der Technik live gespielt, es überwiegen Klavier- und Geigenauftritte. Die Tanzproduktion ist nicht ursprünglich, die Studenten selber wählen sich vor allem Melodien populärer Bands der jeweiligen Periode, einige Lieder singen sie auch live vor. | | In den siebziger Jahren arbeitete das Theater Agadir oft mit dem akademischen Maler Zdeněk Matyáš zusammen. Aufgrund der Texte, die durch die Bilder dieses Künstlers inspiriert worden waren, enstanden neue Zonen, welche auf der einen Seite die zahlreichen Vernissagen dieses Malers eröffneten (Troppau, Ungarisch Hradisch), auf der anderen Seite beteiligte sich das Ensemble mit ihnen an Wettbewerben - z.B. mit der Zone Der Weg nach Uhrovec gelangte es bis ins gesamtstaatliche Festival für studentische Kunstkreativität in Znaim, wo auch Zdeněk Matyáš anwesend war und persönlich seine Ölgemälde installierte. Die Zone wurde als Besteigung eines Berges nahe des Städtchens Brumov präsentiert, und von hier aus ein Blick hinab ins Tal auf Brumov i Valašské Klobouky, ein Blick auf die Orte, welche der Maler auf seinen Gemälden verewigt hat. | | Als Autorentheater hat sich Agadir in den Siebzigern mit einer Reihe von literarischen Zonen vorgestellt von Milena Fucimanová. | | Einzelne Literaturabende wurden anfangs nur als Poesieabende bezeichnet - und stellten eine linear aufgefasste lyrische Zone dar. Das Schwergewicht lag auf dem Wort, der Vortrag wurde betont. Lediglich einzelne Leute rezitierten, auf die Chor-Rezitation verzichtete man, es wurde nur mit dem Licht gearbeitet (Kerzen, Spiegel). Im Laufe der Zeit ändert sich diese Auffassung, der Autritt "steigt auf", es ist auf dem Dialog der Figuren und dem Dialog mit den Zuschauern aufgebaut. Die Truppe ändert sich in diesen Tagen schrittweise von einer Rezitationstruppe hin zum poetischen Theater. Die lyrische Komponente wird unterdrückt und durch dramatische Elemente ersetzt. Einzelne Vorstellungen verzeichnen bereits eine sich entwickelnde Situation, einen dramatischen Konflikt, eine Aktion, häufig wenden sie sich direkt an die Zuschauer, in einigen Fällen (Der Fragebogen) setzen sie sich in Kontakt mit ihnen. Zu diesen poetisch dramatischen Vorstellungen gehören unter anderem: | | Das Pfänderspiel (das Motiv der Suche nach Freundschaft und Liebe, schmerzliche Konflikte, welche aus Missverständnissen resultieren, Beziehungen zwischen den Nächsten)Lexikon (einzelne Texte sind inspiriert durch Konjunktionen oder Partikeln - bis, obwohl, obgleich, aber, damit - und rufen Vorstellungen von gewissen Lebenssituationen und -haltungen hervor)Hans Christian Andersens Gebet (einführende und abschließende Teile auch auf Deutsch, Englisch und Russisch vorgetragen - das Motiv von Eltern und Kindern)Das Jonglieren auf der Spitze des Herzens (Motiv der Einsamkeit und des Alleinseins, Motiv der Furcht...)Hängen Sie nicht auf, Doktor Barnard (ein dringendes Verständigungsbedürfnis)Der zur Geige wandernde Bogen (Motiv der Natur, inspiriert durch den Öko-Aktivisten Miroslav Janík aus Valašské Klobouky)Dotazník (inspirován psychologickým testováním, které na gymnáziu nedlouho předtím probíhalo - otázky typu: Chtěl bys být raději číšníkem, nebo hajníkem? Rozhoduješ se snadno a lehce? Jsi důvěřivý? Snadno podléháš různým náladám? Míváš pocity osamělosti? atd.). V posledně uváděném pásmu se studenti obraceli i na posluchače a svými otázkami je začleňovali do děje.Eine Katze ist entlaufen (Eine Minifeerie).Včelí milování. | | In den achtziger Jahren wurden häufiger Autorenmärchen aufgeführt (Das Märchen von der sprechenden Puppe, Von drei Prinzessinnen u.ä.)
Mit Ausnahme von einer Vorstellung ging es nicht um Märchen für Kinder, sondern eher um eine Inspiration durch die Märchen und die Weiterentwicklung ihrer Motive. | | | | Das Theater Agadir in Brünn | | In den neunziger Jahren, nachdem das Ensemble aus... übersiedelte Valašské Klobouky nach Brünn, weil die Gründerin der Truppe, die Texterin und Regisseurin Milena Fucimanová am Bischofsgymnasium zu unterrichten begann. dem Bischofsgymnasium in Brünn, das Agadir-Theater verlässt für eine Zeitlang sein Status des Autorentheaters und widmet sich der Lyrik von Autoren, welche im vergangenen Regime nicht publizieren konnten oder nur marginal publizierten. Das Ensemble besteht nun aus den Studenten des genannten Gymnasiums. Neu antretende Mitglieder sind Ondřej Liška, Jana Bartoňová, David Černoch, Petr Bubeníček, Petr Polehla, Martina Klusáková, Marie Slováčková, Karel Matuška, Miroslav Krotký, Marta Mrázová, Jan Novotný, Ondřej Fuciman, Peter Múdry, Roman Červeňan und weitere. Zugleich äußert er sich in sehr ausgeprägter Weise auch
Musikkomponente, die - was sehr interessant ist - folgende Absolventen des Gymnasiums in Valašské Klobouky bilden, welche zugleich einen ständigen Bestandteil des Theaters darstellen - Ondřej Fuciman, Peter Múdry und Roman Červeňan - sie schaffen zugleich eine eigene Musikbegleitung. Vor allem der erstgenannte. Unter dem Schutz von P. Norbert Badal tritt das Theater im Domsaal der Altbrünner Basilika auf. Es entstehen Ganzabendvorstellungen für die Öffentlichkeit. Das Theater hat eine neue Dramaturgie vorbereitet und führt schrittweise die Lyrik von Jiřina Axmannová auf, von Miloň Čepelka (mit dieser Zone trat es auch in... auf Opočno , wo es zur Geburtstagsfeier des Autors beitrug), es ging um Karel Křepelka, Věroslav Mertl, Ivan Slavík und Zdeněk Rotrekl, weiter bereitete es eine ökumenische Zone aus den Werken der Autoren christlicher Kirchen vor. Mit dieser literarischen Zone stellte es sich ebenfalls in Italien vor. Die Übersetzung der Verse wurde leider nicht rechtzeitig geliefert, und das Theater musste im letzten Augenblick das Bühnenbuch verändern - der Musik den wichtigsten Raum geben. | | In der zweiten Hälfte der neunziger Jahre ändert sich das Profil des Agadir-Theaters wieder. Es wird erneut zum Autorentheater, doch es ist kein studentisches Theater mehr, das mit einer Mittelschule verbunden wäre. Seine Mitglieder sind Hochschulstudenten und im Laufe der Zeit bereits Hochschulabsolventen, und die Leitung übernimmt Ondřej Fuciman. Die Gründerin des Theaters ist mit der Truppe ebenfalls als Texterin verbunden, für die Dramaturgie und Regie sind der genannte Ondřej Fuciman und Eva Strnadová zuständig. Es überwiegt Musikkomponente des Theaters, der Text wird lediglich einer, höchstens zwei Vortragenden anvertraut. Es entsteht poetische Zones: | | Der Brunnen (1998) - Droht uns eine Weltflut, oder eher eine Gemütsdürre? (Rezitation: Barbora Zajíčková und Lukáš Gryc).Der Schund in der Folie (1999) - der ewige Dialog zwischen dem Mann und der Frau (Alice Schildbergerová, Lukáš Gryc und Jan Šuskleb).Fünf Nüsse für Aschenbrödel (1999) - ein Antimärchen davon, dass die Frauen und Mädchen heutzutage nicht mehr warten, bis ein Prinz sie abholt (Eva Strnadová).Ester (2001) - das alttestamentarische Motiv in der modernen Welt (Eva Strnadová). | | | | Gegenwart | | Zur Zeit bildet den Kern des Theaters Agadir vor allem Musikinterpreten (Dagmar Kaplanová, Jana Hřivňacká, Klára Dalíková, Petra Winklerová, Karolina Strnadová, Peter Múdry a Ondřej Fuciman) a zpěváci (Petra Winklerová, Alena Knoflíčková a Martin Dobíšek). Scénickou část tvoří Eva Strnadová a Jan Novotný. | | Mezi poslední poetická pásma patří: | | Denní menu (2006) - člověk, jeho prostor a vnímání opakujícího se času v návaznosti na osudové doteky, které právě čas přináší a kterými si nás formuje.Ohrožená kultura (2007) - zpracování filozofického díla prof. Josefa Šmajse.Šípková Růženka po sto letech (2007) - představení pro děti. | | V roce 2006 se divadlo Agadir rozšířilo o nahrávací studio, ve kterém vznikly záznamy výše uvedených projektů. | | Do budoucna připravuje divadlo Agadir tyto projekty: | | Rusalka (2007) - komorní opera o třech dějstvích.Professor (2008) - dilema mezilidských vztahů. | | Současné i minulé aktivity divadla hudby a poezie AGADIR najdete v sekci VERANSTALTUNGEN |
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